
Schwarzmundgrundel
Neogobius melanostomus
Grundeln (Gobiidae)Die Schwarzmundgrundel ist eine invasive Grundelart aus dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer, die sich seit den 1990er-Jahren über das europäische Wasserstraßennetz rasant ausgebreitet hat und heute in vielen deutschen Flüssen, Kanälen und Seen vorkommt. Sie bevorzugt strukturreiche, steinige Untergründe in flachen, wenig strömungsreichen Bereichen. Mit bis zu 25 cm Länge ist sie eine der größten Grundelarten.
Die Schwarzmundgrundel ernährt sich von Insektenlarven, Fischeiern, Jungfischen, Schnecken und Muscheln und gilt daher als erhebliche Bedrohung für heimische Fischbestände. Die Laichzeit liegt von März bis September. Da es sich um eine invasive Art ohne gesetzliche Schonzeit handelt, sollten gefangene Exemplare nicht zurückgesetzt werden. Sie wird mit Pose oder Grundmontage und Würmern, Maden oder Brot gefangen.
Lebensraum & Verbreitung
Die Schwarzmundgrundel stammt aus dem Schwarzmeerraum und hat sich über Schifffahrtswege explosionsartig in Rhein, Donau und vielen Flüssen ausgebreitet. Sie besiedelt steinige Ufer und Hafenanlagen.
Bedeutung & Gefahr
Als invasive Art verdrängt sie heimische Klein- und Jungfische, ist aber ein häufiger Beifang und brauchbarer Köderfisch auf Zander und Barsch. Ihre Entnahme ist meist erwünscht.
Häufige Fragen zum Schwarzmundgrundel
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Informationen teilweise aus:angelmagazin.de