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Rotfeder

Rotfeder

Scardinius erythrophthalmus

Karpfenfische (Cyprinidae)

Hübscher, oberflächennaher Friedfisch mit leuchtend roten Flossen – leicht mit dem Rotauge zu verwechseln.

Die Rotfeder ist ein gesellig lebender Schwarmfisch unserer stehenden und langsam fließenden Gewässer. Anders als das Rotauge sind Rotfedern auf das Vorhandensein von Wasserpflanzen angewiesen, die sie als Laichsubstrat, aber vor allem als Nahrung benötigen.

Die weitgehend oberflächenorientierte Fischart ist vor allem in der warmen Jahreszeit gut zu beobachten, wenn sie in größeren Schwärmen die Oberfläche nach Nahrung absucht. Dabei gehören anfliegende Insekten ebenso zu ihrem Nahrungsspektrum wie Zooplankton, Insektenlarven oder andere tierische Kost.

Die Rotfeder besitzt eine große Ähnlichkeit mit dem Rotauge, ist jedoch an ihrem ausgeprägt oberständigen Maul und insbesondere an dem nach hinten versetzten Ansatz der Rückenflosse sehr einfach vom Rotauge zu unterscheiden (siehe auch Bestimmung).

Zur sicheren Bestimmung reichen zwei Merkmale. Das Maul der Rotfeder ist deutlich oberständig und schräg nach oben gerichtet, und ihre Rückenflosse beginnt erst hinter dem Ansatz der Bauchflossen. Beim Rotauge stehen beide Flossenansätze etwa senkrecht übereinander, das Maul ist endständig. Die Augenfarbe allein ist kein verlässliches Merkmal: Die Iris der Rotfeder ist gelblich bis golden, die des Rotauges rot bis orange, doch bei Jungfischen ist die Färbung oft schwach, und Hybriden beider Arten zeigen Zwischenmerkmale. Zwischen Bauch- und Afterflosse trägt die Rotfeder zusätzlich eine deutlich gekielte Bauchkante.

Ihren Lebensraum findet die Art in pflanzenreichen, warmen Gewässern: Weiher, Baggerseen, Altarme, Verlandungszonen sowie langsam fließende Flüsse und Kanäle. Sauerstoffärmere und leicht saure Gewässer verträgt die Rotfeder besser als das Rotauge. Gelaicht wird von April bis Juni, sobald das Wasser 18 bis 20 Grad erreicht; der Klebelaich wird an Wasserpflanzen abgelegt. Die meisten Fische messen 15 bis 25 cm, Exemplare über 35 cm sind selten.

Geangelt wird die Rotfeder mit leichtem Gerät im Oberflächen- und Mittelwasser. Eine feine Posenmontage an Kraut- und Schilfkanten, ein kleiner Haken und Köder wie Brotflocke, Made oder Mais genügen; sparsames Anfüttern hält den Schwarm auf dem Platz. In den warmen Monaten stehen die Fische häufig dicht unter der Oberfläche, die Pose muss dann nur flach eingestellt werden.

Rotfedern sind bei Weitem nicht so verbreitet wie das Rotauge und spielen schon daher wirtschaftlich keine große Rolle. In geeigneten Gewässern bilden sie jedoch nicht selten große Bestände und sind auch für den Angler ein durchaus beliebter Zielfisch. Eine bundesweite Schonzeit gibt es nicht; einzelne Bundesländer schreiben ein Mindestmaß oder eine Schonzeit vor. Die Werte je Bundesland stehen in der Tabelle weiter unten, verbindlich ist die jeweilige Landesfischereiverordnung.

Erkennungsmerkmale

  • Leuchtend rote Flossen, goldgelb-orange Iris
  • Oberständiges Maul (auf Oberflächennahrung ausgerichtet)
  • Rückenflosse beginnt deutlich hinter dem Bauchflossenansatz
  • Gekielte Bauchkante zwischen Bauch- und Afterflosse

Laichzeit

April bis Juni (ab 18-20 Grad Wassertemperatur)

Beste Fangzeit

Warme Monate; oft direkt unter der Oberfläche

Nahrung

PflanzenAnflugnahrung (Insekten)AlgenZooplankton

Empfohlene Köder

Fangmethoden

PosenangelnStippangeln

Gut zu wissen

Unterscheidung vom Rotauge: rote Iris beim Rotauge, goldgelbe bei der Rotfeder; Maulstellung und Lage der Rückenflosse abweichend.

Schonzeiten & Mindestmaße nach Bundesland

Alle Bundesländer →

Community-Daten, ohne Gewähr.Schonzeiten und Mindestmaße unterscheiden sich je nach Gewässer, Verein und Verordnung und ändern sich regelmäßig. Verbindlich ist immer die aktuelle Landesfischereiverordnung bzw. die jeweilige Gewässerordnung. „-" = keine landesweite Angabe.

Häufige Fragen zum Rotfeder

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Informationen teilweise aus:anglermap.de

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